ALS FACHARZTPRAXIS

sind wir spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von akuten, chronischen, oder allergischen Erkrankungen der Lunge und der Atemwege.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Die Anamnese steht am Anfang einer vertrauensvollen Arzt-Patient-Beziehung. Wenn sich ein Patient bei seinem Arzt gut aufgehoben fühlt, ist er bereit sensible Themen anzusprechen, einer Diagnostik gegenüber offen zu sein und die vorgeschlagene Therapie anzunehmen. Bei einer längeren Krankengeschichte ist es für uns besonders wichtig, genaue Angaben über bisherige Erkrankungen und Therapien zu erhalten. So lassen sich unnötige Doppeluntersuchungen oder zeitliche Verzögerungen durch korrekte Angaben vermeiden. Informieren Sie uns über Ihre Diagnosen und die Medikamente, die sie einnehmen. Bitten Sie Ihren Hausarzt Ihnen diese Informationen auszuhändigen, wenn sie sich bei uns vorstellen müssen.

Lesen Sie dazu auch unser Infoblatt für Patienten. Werfen Sie noch vor Ihrem Besuch einen Blick auf unseren Anamnesebogen, füllen ihn idealerweise aus und bringen ihn zu Ihrem Termin bei uns mit.

Große Lungenfunktionsprüfung

Lungenfunktionsprüfung

Bei der sogenannten kleinen Lungenfunktion – Spirometrie – werden das bewegliche Lungenvolumen und der Atemstoß gemessen. Bei der Bodyplethysmographie – der großen Lungenfunktion wird das Gesamtvolumen der Lunge und der Widerstand in den Atemwegen gemessen. Wir erhalten bei dieser Untersuchung Rückschlüsse darauf, ob eine Einschränkung der Atmung vorliegt. Für diesen Lungenfunktionstest sitzen Sie für kurze Zeit in einer geschlossenen, gläsernen Messkabine, die sich jederzeit von innen öffnen lässt.

Provokationstest

Ein inhalativer Provokationstest wird bei Verdacht auf ein Asthma bronchiale bzw. eine Überempfindlichkeit der Atemwege durchgeführt. Dabei wird ein bestimmter Reizstoff (z.B.Methacholin) verwendet. Der Patient inhaliert eine bestimmte Menge des Methacholins. Bei einem positiven Test kommt es zu leichten Atembeschwerden, die anzeigen, dass eine Entzündung in den Bronchien vorliegt wie z.B. beim Asthma bronchiale.

Diffusionskapazität

Hierfür muss der Patient über ein Gerät atmen, an dem ein Ballon mit einem Kohlenmonoxid-Helium-Gemisch angeschlossen ist. Das Analysegas wird mit einem tiefen Atemzug eingeatmet, die Luft 10 Sekunden angehalten und anschließend wieder langsam ausgeatmet. Durch den Test erhalten wir Aussagen darüber, wie gut das Lungengewebe funktioniert und über den Gasaustausch, der über die Lungenbläschen zu den Blutkapillaren erfolgt.

Pulsoximetrie

Blutgasanalyse

Bei manchen Erkrankungen kommt es zu einer gestörten Aufnahme des Sauerstoffes im Körper. Daher wird bei jedem Patienten eine Messung der Sauerstoffsättigung im Blut durchgeführt. Mit einer einfachen Messung mittels Fingerclip (Pulsoximetrie) kann der prozentuale Anteil des Sauerstoffwertes im Blut ermittelt werden. Voraussetzung hierzu ist: Sie haben keine lackierten Fingernägel. Sollte der ermittelte Prozentsatz zu niedrig sein, ist es sinnvoll eine Punktion mit Blutentnahme durchzuführen. Hierzu tragen wir eine durchblutungsfördernde Salbe auf eines Ihrer Ohrläppchen auf, und nach etwa 20 Minuten wird dort ein Tropfen Blut entnommen. Gelegentlich ist eine direkte Abnahme aus der Blutader erforderlich.

WICHTIG

Für die Allergiediagnostik benötigen wir ganz bestimmte Auskünfte von Ihnen. Falls im Vorfeld Allergiemedikamente, Beta-Blocker oder cortisonhaltige Medikamente eingenommen wurden oder eine Schwangerschaft vorliegt, bitten wir Sie, uns das vor der Untersuchung mitzuteilen!

Haut-Pricktest

Allergiediagnostik

Der sogenannte Haut-Pricktest wird an der Innenseite des Unterarmes vorgenommen. Der Test ist ungefährlich. Es kommt bei einem positiven Test zu Hautjucken und einer Hautquaddel mit umgebender Rötung. Die Beschwerden gehen von selbst wieder zurück. Die Testung dauert etwa 20 Minuten. Manche Medikamente können die Ergebnisse der Untersuchung verfälschen. Bestimmte Medikamente (z.B. Antihistaminika) sollten vor dem Hauttest pausiert werden. Bitte fragen Sie uns hierzu gezielt nach!

In manchen Fällen ist eine Blutuntersuchung zweckmäßig. Bei besonders gearteten Allergenen kann eine weiterführende Untersuchung durch eine Provokation notwendig werden. Hierbei wird die Testlösung vernebelt und auf die Nasenschleimhaut gesprüht (siehe Punkt Rhinomanometrie).

Rhinomanometrie

Im Rahmen der Allergiediagnostik ist es gelegentlich notwendig zu prüfen, ob auch wirklich ein Allergen für die Beschwerden verantwortlich ist. Dazu wird dieses Allergen in verdünnter Form auf die Nasenschleimhäute gesprüht und nach 15 Min. geprüft, ob sich der Nasendurchfluss verringert hat. Anzeichen hierfür sind eine verstopfte Nase, vermehrter Nasenfluss und Niesreiz.

Systemische Immuntherapie / Hyposensibilisierung

Systemische Immuntherapie (SIT) stellt eine Behandlungsmaßnahme von bereits festgestellten Allergien dar. Der Betroffene bekommt das verantwortliche Allergen (Baumpollen, Hausstaubmilben usw.) in ansteigender Dosierung unter die Haut gespritzt, um ihn gegen dieses Allergen weniger empfindlich zu machen. Wegen gelegentlich auftretender Nebenwirkungen müssen die Patienten nach der Injektion unbedingt eine Wartezeit von 30 Minuten in der Praxis einhalten. Bei einigen Allergien besteht die Möglichkeit die systemische Immuntherapie in z.B. Tabletten- oder Tropfenform durchzuführen. Über die für Sie optimale Behandlungsform wird bei einer ausführlichen Beratung entschieden.

Spiroergometrie

Spiroergometrie

Die Fahrradergometrie (Belastungs-EKG) ist den meisten Patienten bekannt. Im Rahmen der „Fahrradtour“ in unserer Praxis wird neben dem Puls, Blutdruck und EKG auch die Lungenfunktion aufgezeichnet. Mit Hilfe einer „Mund-Nasen-Maske“ kann während der Belastungsuntersuchung jeder einzelne Atemzug analysiert werden. Es kann eine genaue Aussage über die Belastbarkeit von Herz und Lunge getroffen werden. Die Ergebnisse sind besonders zur besseren Abklärung einer Luftnot aufschlussreich. Unser Infoblatt zur Spiroergometrie können Sie hier herunterladen.

Sauerstofftherapie

Werden aufgrund einer Erkrankung bestimmte Grenzwerte bei Belastung oder bereits in Ruhe unterschritten, muss dem Körper zusätzlich Sauerstoff zugeführt werden, allerdings wirklich nur bei Unterschreitung der Grenzwerte und dies dann in der richtigen Form! Solange die aus dem Blut bestimmten Werte in Ordnung sind, ist der Einsatz von Sauerstoff schlicht und einfach sinnlos. Wenn Sie wirklich Sauerstoff benötigen, werden wir Ihnen ein Sauerstoffgerät für den langfristigen Einsatz verordnen.
Weitere Informationen zum Thema Langzeitsauerstofftherapie hat die „Deutsche Atemwegsliga e. V.“ in einem Flyer zusammengestellt. Hier können Sie die PDF Datei herunterladen.

Röntgen-Thorax- und CT-Thorax-Aufnahmen

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen hat ohne Lärm und Aufsehen mehr Menschen gerettet, als die beiden Weltkriege forderten.
Die Notwendigkeit für die Durchführung von Röntgen- oder CT-Thorax-Aufnahmen wird von uns in jedem Einzelfall festgelegt. Liegt die letzte Untersuchung länger zurück, oder sind neue Beschwerden aufgetreten, sollte eine neue Aufnahme angefertigt werden. Viele Krankheiten können nur mit Hilfe der bildgebenden Diagnostik festgestellt oder ausgeschlossen werden. Dazu zählen beispielsweise Lungenentzündungen, Herzschwäche, Flüssigkeitsansammlung im Brustkorb, Erkrankungen des Lungengewebes oder Tumorerkrankungen. Röntgen- und CT-Thorax-Aufnahmen werden nicht von uns durchgeführt. Dies geschieht beispielsweise im benachbarten Radiologischen Institut Dr. von Essen oder bei einem Radiologen in der Nähe Ihres Heimatortes. Die dort angefertigten Aufnahmen werden anschließend von uns gesehen und falls notwendig mit den Spezialisten der Röntgenpraxis besprochen.

Schlaf-Apnoe-Diagnostik

Es ist bekannt, dass vor allem Atempausen in der Nacht außerordentlich gefährlich werden können, da sie zum einen den wichtigen, tiefen Schlaf stören und zum anderen zum Sauerstoffverlust mit erheblichen Schwankungen bei Blutdruck und Herztätigkeit führen können. Wenn Sie schnarchen oder unter Schlafstörungen leiden, morgens und am Tage sehr unausgeschlafen sind, können wir Ihnen eine nächtliche Untersuchung anbieten. Mit Hilfe eines mobilen Aufzeichnungsgerätes werden Atmung, Sauerstoff, Pulsfrequenz und Schnarchgeräusche während der Nacht (bei Ihnen zu Hause) aufgezeichnet. Die Auswertung der Ergebnisse in der Praxis erfolgt in der Regel am nächsten Tag. Mehr zu Symptomen, Untersuchungen und Therapien finden Sie im Infoblatt als PDF zum Download.

DMP Patientenschulung

Ultraschalluntersuchung

DMP Patienten-Schulungen

Viele Menschen leiden an chronischen Erkrankungen und benötigen eine kontinuierliche ärztliche Betreuung, die Überwachung und medikamentöse Therapie umfasst. Die von den Krankenkassen eingeführten DMP: Disease – Management – Programme (auch Chroniker-Programme genannt), haben zum Ziel die Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen (u. a. Asthma und COPD) zu verbessern. Verschlimmerungen dieser Krankheiten sollen durch eine gut abgestimmte, kontinuierliche Betreuung und Behandlung vermieden werden. Wir helfen Ihnen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen um selbständig auf Symptome reagieren zu können. Erfahren Sie mehr zum richtigen Umgang mit Medikamenten und das Verhalten in Notfällen. Mit der Teilnahme an einer Patientenschulung erhalten Sie wichtige Informationen zu Ihrer Krankheit. Die Schulungen werden von unseren Ärzten und unserem Schulungsteam getrennt nach Asthma und COPD durchgeführt.

Allgemeine medizinische Leistungen

Ergänzend zu den fachspezifischen lungenärztlichen und allergologischen Untersuchungen können unsere Patienten auch die folgenden medizinischen Leistungen in Anspruch nehmen:

  • Ultraschalluntersuchungen (Bauchorgane und Rippenfell)
  • EKG
  • Labordiagnostik – Allgemeines– und Notfalllabor mit Direktbestimmung einzelner Parameter in der Praxis (z.B. D-Dimere, Troponin, BNP, CKMB, CRP Schnelltest)

Entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission werden die jährliche Grippeschutzimpfung und Pneumokokken-Impfung durchgeführt.

Bei akuter Verschlimmerung bei z.B. Asthma bronchiale oder COPD können die Medikamente in Form einer Infusion in unserer Praxis verabreicht werden.

ZUSATZLEISTUNGEN

die nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen gehören, die Sie aber auf eigenen Wunsch in Anspruch nehmen können.

FeNO Messung

Asthmakontrolle durch FeNO-Messung

Schnell, einfach und sicher.
NO (Stickoxid) wird in den tiefen Atemwegen freigesetzt, wenn dort Entzündungsprozesse ablaufen. Beim Asthma ist dieser Vorgang häufig nachweisbar. Die NO-Messung bietet in der Asthmatherapie ergänzend die Möglichkeit, den Grad der Entzündung durch einen einfachen Atemtest zu bestimmen. Die Therapie (z. B. Cortison-Dosis) kann somit besser an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Für eine schonende Langzeittherapie, die präziser geplant und durchgeführt werden kann, ist das ein Fortschritt. Diese Methode erachten wir als medizinisch sinnvoll, jedoch wird sie als sog. Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) von den Krankenkassen nicht übernommen.
Weitere Informationen finden Sie in der FeNo-Broschüre der Deutschen Atemwegsliga.

Spezielle Laboruntersuchungen

Zu den gesonderten Laboruntersuchungen, die nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden dürfen, zählen beispielsweise HIV-Test, Blutgruppenbestimmung oder PSA-Wert im Rahmen der Krebsvorsorge.

Ambulante Schlafanalyse

Schlafstörungen haben bedeutsame Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Ergänzend zur ambulanten Polygraphie (Schlaf-Apnoe-Diagnostik) können wir mit dem Quisi-System, einem speziellen Mikrocomputer, die Schlafphasen während der Nacht aufzeichnen. Diese Quisi-Messung wird zuhause in Ihrer üblichen Schlafumgebung durchgeführt. Diese Methode ist eine gute Ergänzung der Schlafdiagnostik, jedoch wird sie als sog. individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) von den Krankenkassen nicht übernommen.

Medizinische Gutachten

Die Ärzte unserer Praxis sind im internistischen, pneumologischen und allergologischen Bereich für Berufsgenossenschaften, sonstige Versicherungsträger und die Sozialgerichte gutachterlich tätig.